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Was macht den Schweizer Aktienmarkt so attraktiv?

Die Schweiz ist an der Börse ungefähr das, was ein Schweizer Taschenmesser im Campingurlaub ist: nicht spektakulär laut, aber verdammt nützlich. Während andere Märkte wild herumhopsen wie Ziegen auf Koffein, steht die Schweiz eher ruhig da, nippt an einem Kräutertee und kassiert Dividenden. pt anbleibt.

Warum gilt der Schweizer Aktienmarkt als so defensiv?

Ganz einfach: Dort dominieren Branchen, die man selbst in Krisenzeiten braucht – Gesundheit, Lebensmittel und Finanzen. Medikamente braucht man immer, essen sowieso, und Banken finden bekanntlich immer einen Weg, Gebühren zu erfinden. Schwergewichte wie Roche, Novartis und Nestlé stemmen einen großen Teil des Marktes. Praktisch drei Konzerne tragen mehr als mancher Gebirgspass.

Trotz der überschaubaren Landesgröße ist die Schweiz inzwischen der neuntgrößte Aktienmarkt der Welt. Also klein im Atlas, groß im Depot. Seit 1900 brachte der Markt im Schnitt 6,8 Prozent Rendite pro Jahr – offenbar wächst dort nicht nur Gras besonders ordentlich, sondern auch Vermögen mit erstaunlicher Disziplin.

Wann sollte man auf diesen Markt besonders setzen?

Besonders gefragt ist der Schweizer Aktienmarkt immer dann, wenn Anleger nachts schlechter schlafen. Sobald Rezessionsängste auftauchen, geopolitische Krisen eskalieren oder die Weltwirtschaft hustet, greifen Investoren gern zu Schweizer Aktien. Warum? Weil Unternehmen mit stabilen Gewinnen, starken Bilanzen und verlässlichen Geschäftsmodellen dann plötzlich attraktiver wirken als hochfliegende Zukunftsversprechen ohne Gewinn. Wenn andere Märkte schwitzen, bleibt die Schweiz meist im klimatisierten Konferenzraum sitzen.

Auch in Phasen sinkender Zinsen oder nachlassender Inflation rückt die Schweiz oft stärker in den Fokus. Dann werden Qualitätsunternehmen mit soliden Cashflows und ordentlichen Dividenden wiederentdeckt. Während manche Tech-Aktie in solchen Zeiten erst einmal erklären muss, wann sie irgendwann Geld verdienen möchte, liefert ein Schweizer Konzern lieber still und pünktlich Ergebnisse ab – wie eine Uhr, die sich nie verspätet.

Zwar lief es zuletzt nicht perfekt. Steigende Energiepreise waren unerquicklich, weil die Schweiz eben mehr Schokolade als Ölquellen besitzt. Das machte andere Märkte mit Öl- und Gaswerten kurzfristig attraktiver. Doch Experten sagen: Wenn sich das globale Wachstum abschwächt, dürfte die Stunde der Schweiz erneut schlagen. Dann zählen Berechenbarkeit, Qualität und Substanz wieder mehr als laute Börsenfantasien.

Fazit!

Kurz gesagt: Wer keine Lust auf tägliches Börsen-Drama hat, sondern lieber solide Rendite mit ruhigerem Puls sucht, sollte die Schweiz anschauen. Keine Rakete, eher ein Präzisionszug: fährt vielleicht nicht spektakulär schnell los, kommt aber erstaunlich zuverlässig an.

Oder anders gesagt: Während andere Märkte Feuerwerk veranstalten, liefert die Schweiz lieber Strom, damit das Licht überhaupt anbleibt.

Hier Beispiele von ETFs oder Fonds, die man sich näher anschauen könnte

Quelle: Focus Money
Quelle: Focus Money

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