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Silber – muss man das haben?

Ein Küchentischgespräch über das Pro und Contra zum Thema Silberkauf. Oder: „Schatz, kauf wir jetzt Besteck oder Barren?“

Ich: „Du, Schatz … hast du eigentlich mitbekommen, dass Silber gerade ziemlich angesagt ist?“

Sie (ohne aufzuschauen): „Wenn du mir jetzt erklärst, dass wir wegen eines Trends neue Löffel brauchen, bin ich raus.“

Ich: „Nein, nein. Silber als Anlage. Fast 70 Prozent rauf innerhalb eines Jahres!“

Quelle: Stock3, eigene Bearbeitung

Sie: „Aha. Und warum erzählst du mir das beim Frühstück und nicht deinem Bankberater?“

Ich: „Weil du kritischer nachfragst. Außerdem: Silber ist nicht nur Schmuck, sondern auch Industriemetall. Photovoltaik, Elektromobilität, Technik – ohne Silber läuft da gar nichts.“

Quelle: Institutional Money

Sie: „Also kein romantisches Edelmetall, sondern eher der Handwerker unter den Metallen.“

Ich: „Exakt. Gold sitzt im Safe und philosophiert über Inflation. Silber geht arbeiten.“

Sie: „Und kommt abends mit Dreck unter den Nägeln und Preisschwankungen nach Hause.“

Ich: „Ganz unrecht hast du nicht. Silber schwankt stärker als Gold. Wenn Gold niest, hat Silber eine Grippe.“

Sie: „Das klingt nicht nach etwas, das man ruhig schlafen lässt.“

Ich: „Deshalb sagt ja auch keiner: Alles auf Silber! Eher so: kleine Beimischung. Fünf, sechs Prozent – je nach Risikonerven.“

Quelle: Institutional Money

Sie: „Du meinst also: Silber ist der Espresso im Portfolio. Macht wach, aber zu viel davon macht nervös.“

Ich: „Perfektes Bild! Und aktuell kommt noch was dazu: Die Industrie will mehr, das Angebot wächst langsamer. Manche reden schon von einem möglichen Engpass.“

Sie: „Aha. Und wenn plötzlich alle gleichzeitig Silber wollen?“

Ich: „Dann wird’s eng. Lagerbestände sind nicht üppig, und das kann die Preise treiben.“

Sie: „Das klingt ein bisschen nach Konzertkarten von Taylor Swift.“

Ich: „Außerdem ist Silber historisch betrachtet im Verhältnis zu Gold eher günstig.“

Sie: „Jetzt komm mir nicht mit irgendwelchen Kennzahlen.“

Ich: „Doch! Gold-Silber-Ratio. Früher lag die oft niedriger. Heute ist Silber im Vergleich zu Gold eher unterbewertet.“

Quelle: Finanzwoche

Sie: „Also das Sonderangebot unter den Edelmetallen.“

Ich: „So ungefähr. Mit dem Unterschied, dass Sonderangebote hier manchmal Jahre dauern.“

Sie: „Und warum kaufen dann nicht einfach alle Zentralbanken Silber, so wie Gold?“

Ich: „Weil Silber unhandlicher ist. Geringere Wertdichte. Für eine Milliarde brauchst du eher einen LKW als eine Aktentasche.“

Sie: „Ach so. Silber scheitert an der Logistik.“

Ich: „Genau. Aber gerade das macht es für Privatanleger interessant – als Ergänzung, nicht als Ersatz.“

Sie: „Also zusammengefasst: Silber arbeitet hart, schwankt stark, ist manchmal launisch, aber langfristig gefragt.“

Ich: „Du beschreibst gerade erstaunlich präzise sowohl Silber als auch mich.“

Sie (lacht): „Und wie investiert man jetzt konkret?“

Ich: „Physisch, ETF, ETC (Silber-ETC-Übersicht) – alles möglich. Wichtig ist nur: Nicht glauben, Silber sei das neue Gold. Es ist etwas anderes.“

Sie: „Gold ist der Sicherheitsbeamte. Silber der Elektriker.“

Ich: „Und beide zusammen sind ein ganz gutes Team.“

Sie (steht auf): „Gut. Dann kauf ein bisschen Silber. Aber wenn du anfängst, Barren im Keller zu stapeln, sag vorher Bescheid.“

Ich: „Warum?“

Sie: „Damit ich weiß, ob wir noch Platz für die Weihnachtsdeko haben.“

Fazit (unausgesprochen, aber klar): Silber ist kein Ersatz für Gold, kein Allheilmittel und kein Selbstläufer.

Aber als arbeitendes Metall mit Zukunft, Industrie-Rückenwind und eigenem Charakter kann es ein spannender Beifahrer im Portfolio sein.

Man muss nur wissen: Es fährt manchmal sportlicher – und bremst nicht immer sanft.

Oder wie meine Frau sagen würde: „Ganz nett. Aber bitte nicht alles auf einmal.“

Übrigens: ein Chart der letzten 50 Jahre (Untertassenformation) des YouTube-Kanals „projekt30.de“ zeigt das langfristige Potenzial von Silber, welches bis in den Bereich von 440 bis 680 USD reicht.

Wer sich für das Traden interessiert

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