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Nvidia – die größte Gelddruckmaschine seit der Erfindung des Druckers?

Es gibt Unternehmen, die wachsen. Und es gibt Nvidia. 

Der Unterschied ist ungefähr so groß wie zwischen einem Cityroller und einer SpaceX-Rakete mit leichtem Koffeinproblem. Der beigefügte Artikel beschreibt ziemlich eindrucksvoll, wie aus einem ehemaligen Grafikkartenhersteller plötzlich die vermutlich wichtigste Firma der KI-Welt wurde.

Und ehrlich gesagt:

Wenn man die Zahlen liest, fragt man sich kurz, ob Nvidia heimlich bereits die Weltwirtschaft übernommen hat.

Allein der Gewinn im letzten Quartal lag laut Artikel bei umgerechnet 46,2 Milliarden Euro.

Mehr als alle 40 DAX-Konzerne zusammen.

Das muss man sich einmal vorstellen. Während manche deutsche Unternehmen stolz verkünden: „Wir konnten unsere Marge leicht stabilisieren“, sitzt Nvidia offenbar im Silicon Valley und druckt Geld mit der Gelassenheit eines Menschen, der beim Monopoly heimlich eine zweite Bank besitzt.

Besonders schön fand ich die Erklärung zu den Chips. Normale Prozessoren seien laut Artikel wie hochbegabte Lehrer: extrem intelligent, aber sie arbeiten Aufgabe für Aufgabe ab. Nvidia-GPUs dagegen seien eher wie eine riesige Halle voller Grundschüler, die gleichzeitig ganz einfache Rechenaufgaben lösen.

Das klingt zunächst nicht besonders beeindruckend. Bis man merkt: KI funktioniert erstaunlich ähnlich. Milliarden kleiner Rechenoperationen gleichzeitig.

Oder anders formuliert: Die Zukunft der Menschheit basiert aktuell im Wesentlichen auf digital organisiertem Massenturnen. Der eigentliche Geniestreich war aber offenbar CUDA. 2006 entwickelte Nvidia eine Plattform, über die Forscher die Chips plötzlich selbst programmieren konnten.

Das war ungefähr so, als hätte jemand damals gesagt: „Wir verkaufen euch nicht nur die Kaffeemaschine – wir sorgen auch dafür, dass künftig sämtliche Büros nur noch unsere Kaffeekapseln benutzen können.“

Und genau da wird Nvidia gefährlich. Denn Nvidia verkauft längst nicht mehr nur Chips. Sie verkaufen ein komplettes Ökosystem.

Hardware.
Software.
Netzwerke.
Entwicklerwerkzeuge.

Einmal drin — schwer wieder raus.

Das erinnert ein bisschen an deutsche Küchenstudios: Am Anfang kauft man nur eine Arbeitsplatte. Drei Stunden später finanziert man indirekt noch fünf Spezialschränke und ein Beleuchtungssystem für Gewürze.

Natürlich gibt es auch Risiken. Und die sind durchaus ernst. Der Artikel beschreibt, dass Nvidia inzwischen extrem abhängig von wenigen Großkunden ist.

Wenn Microsoft, Amazon, Google oder Meta irgendwann sagen: „Wir haben jetzt erstmal genug KI-Chips“, dann könnte das für Nvidia ungefähr so angenehm werden wie eine Stromrechnung im Rechenzentrum.

Hinzu kommt die gigantische Wette auf die Lieferkette. 119 Milliarden Dollar Vorleistungen für TSMC und Spezialkomponenten. Das ist keine normale Bestellung mehr. Das ist wirtschaftlich ungefähr: „Wir hätten gerne einmal die Zukunft — und zahlen vorsichtshalber direkt alles im Voraus.“

Der spannendste Punkt steht aber fast am Ende des Artikels.

Die Konkurrenz schläft nicht mehr.

AMD greift an. Google entwickelt eigene Chips. Amazon baut Trainium. Microsoft entwickelt Maia.

Die Gefahr für Nvidia ist vermutlich nicht der große Knall.

Sondern etwas viel Langweiligeres: Dass die Konkurrenz langsam besser wird. Und an der Börse ist nichts gefährlicher als ein Unternehmen, dessen Wachstum plötzlich von „unfassbar“ auf nur noch „sehr gut“ zurückfällt.

Denn genau dann beginnen Anleger oft nervös zu werden. Sehr nervös. Teilweise sogar so nervös wie Menschen, die 1999 sagten: „Internet-Aktien können eigentlich nur steigen.“

Wer sich für das Traden interessiert

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