You are currently viewing Income-Fonds: Regelmäßige Einnahmen ohne Kursfeuerwerk!

Income-Fonds: Regelmäßige Einnahmen ohne Kursfeuerwerk!

Warum immer mehr Anleger auf monatliche Ausschüttungen setzen

Viele Anleger verfolgen ein klares Ziel:

Nicht erst in zwanzig Jahren von ihrem Depot profitieren, sondern bereits heute regelmäßige Einnahmen erzielen.

Genau hier kommen sogenannte Income-Fonds ins Spiel. Diese Fonds und ETFs verfolgen nicht primär das Ziel maximaler Kurssteigerungen, sondern sollen ihren Anlegern laufende Ausschüttungen liefern – häufig monatlich oder quartalsweise.

Die Idee dahinter ist einfach:

Während klassische ETFs vor allem Vermögen aufbauen sollen, möchten Income-Fonds einen regelmäßigen Geldstrom erzeugen.

Was macht Income-Fonds besonders?

Income-Fonds kombinieren häufig mehrere Ertragsquellen:

Dividenden von Aktien
Zinsen aus Anleihen
vereinnahmte Optionsprämien
teilweise Immobilien- oder Infrastrukturerträge

Dadurch entstehen Ausschüttungen, die deutlich höher ausfallen können als bei klassischen Welt-ETFs.

Während ein MSCI-World-ETF häufig zwischen 1 und 2 Prozent Ausschüttungsrendite liefert, bewegen sich manche Income-Produkte im Bereich von 5 bis über 10 Prozent pro Jahr.

Das klingt zunächst wie die finanzielle Version eines All-inclusive-Urlaubs. Doch wie immer an der Börse gilt: Wenn etwas besonders attraktiv aussieht, lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen.

Der neue Trend: Covered-Call-ETFs

Besonders stark wachsen derzeit sogenannte Covered-Call-ETFs. Diese Produkte investieren in Aktien und verkaufen gleichzeitig Kaufoptionen auf diese Bestände.

Dadurch entstehen laufende Prämieneinnahmen, die anschließend an die Anleger ausgeschüttet werden.

Vereinfacht gesagt: Der Fonds vermietet zeitweise einen Teil seiner zukünftigen Kurschancen und kassiert dafür Miete.

Die Folge: höhere laufende Ausschüttungen geringere Schwankungen aber oft auch begrenzte Kursgewinne

Die Vorteile

1. Regelmäßige Einnahmen:

Der größte Pluspunkt liegt auf der Hand. Viele Anleger schätzen monatliche oder quartalsweise Ausschüttungen. Gerade für Rentner oder Anleger, die laufende Einnahmen wünschen, kann das attraktiv sein. 2. Weniger Nervosität:

Da Optionsprämien einen Teil der Kursschwankungen abfedern, reagieren manche Income-Fonds ruhiger als reine Aktienfonds. Das bedeutet zwar nicht automatisch weniger Risiko, sorgt aber oft für ein angenehmeres Anlegergefühl.

3. Planbarkeit:

Regelmäßige Ausschüttungen ermöglichen eine bessere Planung von Ausgaben. Wer sein Depot als zusätzliche Einkommensquelle nutzen möchte, findet hier interessante Ansätze.

Die Nachteile

Begrenzte Kurschancen:

Der wichtigste Nachteil wird oft übersehen. Wenn Aktienmärkte stark steigen, profitieren Covered-Call-Strategien häufig nur eingeschränkt. Ein Teil der Kursgewinne wird gegen die vereinnahmten Optionsprämien eingetauscht.

Oder etwas humorvoll formuliert:

Man verkauft das Recht auf die ganz große Party und bekommt dafür bereits heute Eintrittsgeld.

Ausschüttungen ist nicht gleich Rendite

Viele Anleger sehen hohe Ausschüttungen und denken automatisch an hohe Gewinne.

Das ist gefährlich. Eine Ausschüttung kann auch aus vereinnahmten Prämien stammen und bedeutet nicht zwangsläufig, dass das Vermögen dauerhaft stärker wächst.

Entscheidend bleibt die Gesamtrendite aus: Kursentwicklung Ausschüttungen Kosten

Für wen eignen sich Income-Fonds?

Income-Fonds können besonders interessant sein für:

Rentner
Anleger mit regelmäßigen Entnahmeplänen
Investoren, die laufende Zusatzeinnahmen bevorzugen
Anleger, die etwas geringere Kursschwankungen schätzen

Weniger geeignet sind sie häufig für junge Anleger mit sehr langem Anlagehorizont, die möglichst stark vom langfristigen Wachstum der Aktienmärkte profitieren möchten.

Die Analyse

Der Boom der Income-Fonds zeigt einen interessanten Wandel. Nach Jahren extrem niedriger Zinsen suchen viele Anleger wieder gezielt nach laufenden Erträgen.

Income-Fonds schließen genau diese Lücke. Allerdings sollte man sie nicht als Wundermaschine betrachten.

Hohe Ausschüttungen entstehen nicht aus dem Nichts. Sie werden meist durch geringere Kurschancen, höhere Komplexität oder zusätzliche Risiken erkauft.

Fazit!

Income-Fonds sind weder Wunderwaffe noch Mogelpackung. Sie verfolgen schlicht ein anderes Ziel als klassische Aktien-ETFs.

Wer Vermögen aufbauen möchte, fährt häufig mit einem breit gestreuten Welt-ETF am besten.

Wer dagegen regelmäßige Ausschüttungen schätzt, findet in Income-Fonds eine interessante Ergänzung.

Oder anders formuliert:

Der klassische ETF ist der Apfelbaum. Der Income-Fonds liefert bereits regelmäßig Apfelsaft. Die Frage ist nur, ob man lieber die Ernte von morgen maximieren oder schon heute ein Glas genießen möchte. 🍎📈

Interessante Fonds - beispielhaft - keine Empfehlung

Quelle: Focus Money
Quelle: Focus Money
Quelle: Focus Money
Quelle: Focus Money

Wer sich für das Traden interessiert

Bitte den Disclaimer lesen

Teile den Beitrag